Bogenjägertage in Villingen-Schwenningen 2012

Auf Einladung des Bogenclubs Villingen-Schwenningen, hat sich der VSBJ dazu entschlossen die Bogenjägertage in Süddeutschland zu organisieren. Die Mitglieder des BCVS haben dort im malerischen Schwarzwald ein ehemaliges Truppenübungsgelände der französischen Armee zur Verfügung. Ein riesengrosses umzäuntes Gebiet (55.000qm) mit allem was das Bogenschützenherz höher schlagen lässt. Es sind dort zu finden: Gepflegte Bahnen über alle Distanzen und für jeden Bogentypus, ein hölzerner Unterstand, welcher uns als GV Ort diente, Toilettencontainer und Container mit Spülbecken und Kühlschrank und einen anspruchsvollen Jagd/Feldparcours, welcher sich über das ganze Gelände der ehemaligen Schiessstände erstreckt.

Vom BCVS hatten wir die Erlaubnis das Gelände für unsere Zwecke zu nutzen und dort unsere Zelte aufzuschlagen. Von dieser Gelegenheit machten dann auch etliche Mitglieder des VSBJ gebrauch und richteten es sich dort gemütlich ein. Am Samstag war dann um 10:00 Uhr die GV des VSBJ und danach um 11:30 Uhr konnten sich die angereisten Bogenjäger individuell verköstigen.

Der Nachmittag stand dann im Zeichen der Workshops und des Bogenjagdparcours. Auf dem Parcours hatte jeder wieder einmal Gelegenheit seine Fähigkeiten als Schütze und Jäger unter Beweis zu stellen. Das Gelände bot für quasi jede relevante Jagdsituation mehrere Möglichkeiten und man konnte sich stehend, sitzend und kniend im schätzen der Distanzen und Schiessen üben. Da die Regeln der 3D-Turniere nicht galten, zählten die nur wirklich jagdlich relevanten Treffer. Über dieses Thema gab es dann im Verlauf des Parcours genug Situationen um vorzüglich darüber zu diskutieren. Wieder einmal zeigte sich dabei die Wichtigkeit sein Material und sich selber gut zu kennen um keine unnötigen Fehlschüsse zu produzieren. Ebenso bestätigte sich bei dieser Übung einmal mehr die vom VSBJ empfohlene Maximaldistanz für das jagdliche Schiessen, damit die Bogenjagd waidgerecht ausgeführt werden kann.

Parallel zum Jagdparcours bestand die Möglichkeit zusammen mit Chris, Francesco und Mike die Handhabung des Treestands zu üben. Dabei betonten die Instruktoren einmal mehr wie sinnvoll und lebensrettend eine korrekte Sicherung des Treestands und vor allem des Jägers selbst ist. Wenn ein schwerer Unfall sich im Zusammenhang mit der Bogenjagd ergibt, dann sind es zu 99% der Fälle immer Versäumnisse im Zusammenhang mit der Sicherung auf dem Treestand. Die Teilnehmer nahmen sich alle die Sicherheitsinstruktionen zu Herzen und fanden grossen Gefallen an der Arbeit mit dem Treestand und genossen sichtlich die Aussicht aus luftiger Höhe.

Gegen Abend führte uns Mike im Messerschleifworkshop die zahlreichen Methoden vor, wie man seine Messer wieder scharf kriegt, ohne dabei die Klinge zu ruinieren. Dabei hat sich ein Werkzeug besonders hervorgetan und zwar das Schleifgerät der Firma Spyderco. Damit ist es möglich einen konstanten Schleifwinkel beizubehalten und mit den unterschiedlichen Körnungen der Keramikschleifstäbe ist ein sehr gutes Resultat in relativ kurzer Zeit möglich. Zusätzlich zeigte uns Mike eine Auswahl an Messern, welche sich für den jagdlichen Gebrauch anbieten und von ihm auch in der Praxis erprobt waren.

Im Anschluss suchten wir uns eine geeignete Stelle für das grosse Lagerfeuer, wo dann Marcel und Mike den versammelten Jägern zeigte, wie man nach alter Väter Sitte Feuer entfachen kann. Gezeigt wurde die Technik mit Feuerstein und Zunder, die verschiedenen Feuerstähle (Bear Grylls lässt grüssen) und zuletzt noch die Methode mit Magnesiumspänen und Feuerstahl.

Alle Techniken erwiesen sich als durchaus brauchbar, innert vernünftiger Zeit genug Glut für ein grosses Feuer produzieren zu können. Nachdem dann das Feuer brannte, konnte mit dem Grillen und dem Risottokochen begonnen werden. Der Abend zog sich im Feuerschein und den immer abenteuerlicher werdenden Jagdgeschichten hin, bis in die späte Nacht.

Der Sonntagmorgen wurde von Chris noch dazu genutzt, den verbleibenden Teilnehmern zu zeigen wie man im Feld kleine Reparaturen am Bogen durchführen kann, um nicht eine Jagd aufgrund technischer Mängel am Bogen abbrechen zu müssen.

Alles in Allem waren es tolle und lehrreiche Bogenjägertage, an einem sehr schönen Ort in Villingen-Schwenningen.

Wir bedanken uns noch einmal recht herzlich bei den Bogenschützen aus Villingen-Schwenningen, dass es uns erlaubt war diese erlebnisreichen Tage bei ihnen zu verbringen.

siehe auch Einladung Bogenjägerweekend 2012 und GV in Villingen (D)

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