Bericht Generalversammlung und Bogenjägerweekend 2015

Kurzfassung...

Rezept für ein gelungenes Bogenjägerweekend

Man nehme:

2 kompetente und erfahrene Bogenjäger als Leiter

1 bunter Strauss Teilnehmer in bester Stimmung

1 gemeinsame Passion – das Bogenschiessen und die Bogenjagd

1 spannendes Programm

1 abwechslungsreiches riesiges Übungsgelände

reichlich feines Essen und Trinken

Zubereitung: Zutaten in einem grossen Topf umrühren, mit einem kräftigen Gewitter abschmecken und geniessen.

…und nun die etwas längere Fassung

Zum zweiten Mal durfte der VSBJ das Gelände des Bogenclubs Villingen-Schwenningen für die GV2015Generalversammlung sowie das Bogenjägerweekend nutzen. Das Gelände mit unzähligen Scheiben und einem grossen Parcours begeisterte alle. Der vielfältige Wald eignete sich zudem bestens für Pirsch- und Baumkletterübungen sowie für das Übernachten unter freiem Himmel.

Erfreulich viele sind nach Süddeutschland für das Bogenjägerweekend angereist. Nebst bestehenden Mitgliedern auch solche, die als Interessierte angereist und als Mitglieder abgereist sind. Die Mischung der Teilnehmer war spannend bunt: Vertreten waren Jung und Alt, alle mögliche Berufsgattungen wie Bauer, Maurer, Lehrer, Informatiker, Psychiater und gar alle drei Bogentypen. In bester Stimmung lauschten wir den Ausführungen von Chris, probierten gleich alles selber aus, konnten nach Lust und Laune auf den Parcours schiessen gehen, genossen das traditionelle Risotto von Mike Risotto und liessen uns selbst von den beiden nächtlichen Gewittern nicht beirren.

Die Generalversammlung am Samstagmorgen fand in einer – für eine GV – bemerkenswert lockeren und dennoch engagierten Atmosphäre statt. Positiv aufgefallen ist mir - als neues Mitglied -, wie viel in diesem Verband mit sehr wenig finanziellen Mitteln erreicht wird. Nach der GV begann der erste fachliche Teil, und dieser war etwas für Sportbegeisterte: der Treestand.

Nach den differenzierten Ausführungen von Chris und Mike war schnell klar, dass für den Jagderfolg etliche Punkte zu beachten sind - ganz abgesehen von der eigenen Sicherheit, die immer zuerst kommt: Wo sind die Wechsel und Einstände? Welchen Baum wähle ich aus, damit der Pfeil eine freie Flugbahn hat? Auf welche Seite drehe ich den Treestand? Bin ich dann mal oben angelangt, geht es weiter: Welche Schussposition ist überhaupt möglich für einen tödlichen Schuss? Traue ich mir zu, in den Sicherheitsgurt reinzuliegen? Nun, das Baumklettern hat sichtlich Spass gemacht selbst jenen mit Höhenangst. Es hat etwas Spielerisches, sich in luftiger Höhe zu verstecken…Treestand

Tags darauf beim Broadheadtuning kamen die Technikbegeisterten auf ihre Kosten. Ich zähle mich zwar nicht dazu, muss aber zugeben, dass es faszinierend und für die Jagd unerlässlich ist. Chris hat uns nebst dem Papiertest aus verschiedenen Distanzen etliche Tipps aus seiner Trickkiste gezeigt. So zum Beispiel den Lippenstifttest, welcher so belustigend wie nützlich ist - schliesslich sagt er eine Menge darüber aus, ob die Pfeile das Bogenfenster und/oder die Pfeilauflage sauber verlassen. Ausserdem haben wir gemeinsam eine verwirrend lange Liste von Einflussfaktoren für einen tödlichen Schuss zusammengetragen: Unser eigenes Können vorausgesetzt, reicht die Liste von den beeinflussbaren Faktoren wie Pfeil- und Spitzengewicht, Spine-Wert, Befiederung, FOC (Verhältnis des Pfeilschwerpunktes zur Gesamtlänge in %) über nicht beeinflussbare wie Wetter, Jahreszeit, Hormonhaushalt, Aktivität des Wildes und vielem vielem mehr.

Papiertest Theorie

Das Bogenjägerweekend lohnt sich. Nach ein paar letzten Bogenschüssen, bin ich reich an neuen Erkenntnissen und schönen Erinnerungen nach Hause. Ich kann es Mitgliedern sowie Bogenschützen und Jägern sehr empfehlen.

Ein grosses Dankeschön an Chris und Mike sowie an den Bogenclub Villingen-Schwenningen (weitere Fotos in der Fotogallerie)!

Einladung und Traktanden

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